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Zeitarbeitsbranche in Deutschland brummt


Der Umsatz der Zeitarbeitsbranche in Deutschland stieg 2016 um 4,4%. In einer neuen Studie rechnet Interconnection für 2017 insgesamt mit einer noch positiveren Umsatzentwicklung (+6,4%). Das Umsatzwachstum wird ab dem aktuellen Jahr wieder höher ausfallen als der Anstieg bei der Zahl der Zeitarbeiter. Während die Nachfrage der Privatwirtschaft nach Arbeitskräften kaum Grenzen kennt, begrenzt die Verfügbarkeit ausgebildeter Fachkräfte das zahlenmäßige Wachstum, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Alle Zeichen stehen auf Wachstum

2017 wird die Zahl der Zeitarbeiter um 4,8% ansteigen. Das führt zu einem weiteren Steigen der Zeitarbeitsquote, die in Deutschland mit 2,3% über dem EU-Durchschnitt liegt und seit 2013 kontinuierlich nach oben geht. Dementsprechend waren 2016 auch 43.500 Zeitarbeitnehmer mehr in einem Dienstverhältnis als noch ein Jahr zuvor. Die Vermittlungsfirmen erzielen im aktuellen Jahr besonders hohe Umsätze, weil in vielen Branchen – etwa dem Gesundheitswesen oder der produzierenden Industrie – der kurzfristige Bedarf nach Mitarbeitern höher als geplant liegt. Einzelne Player mit Kunden aus diesen Bereichen dürften Ende Jahr sogar Zugewinne von 15-20% vermelden. Bis 2020 rechnet Interconnection dennoch mit einem durchschnittlichen Anstieg der Zahl der Zeitarbeitnehmer von nicht mehr als 3,4% jährlich. Einerseits findet sich in Deutschland und im benachbarten Ausland nur eine begrenzte Anzahl zeitarbeitswilliger Fachkräfte. Andererseits dürfte die seit April geltende gesetzliche Überlassungshöchstdauer ab 2018 eine leichte Wirkung entfalten und Festeinstellungen gegenüber neuen Leihverträgen etwas begünstigen.

Gesundheitssektor auf der Überholspur

In den einzelnen Segmenten waren die Wachstumsraten 2016 recht unterschiedlich, jedoch überall positiv. Vor allem Arbeitnehmer mit Berufen aus den Sektoren Gesundheit, Bau sowie Metall/Elektro wurden vermehrt überlassen. Das stärkste wertmäßige Wachstum war in der Berufsgruppe Gesundheit mit einem Plus von 12,1% zu beobachten, danach folgen im Wachstumsranking das Bauwesen mit +4,7% und Metall/Elektro mit +4,5%. Die wichtigsten Kundensegmente sind nach wie vor Metall/Elektro und Verkehr/Logistik. Zusammen machen diese Segmente über die Hälfte aller Umsätze der Branche aus. Treiber für das Wachstum waren insbesondere Personen mit abgeschlossener Ausbildung. So wurden 6,6% mehr mit Leiharbeitern mit akademischen Abschluss umgesetzt, womit sich dieses Segment, wie auch schon in den vergangenen Jahren geschäftlich besser entwickelt hat, als das Segment der niedrigqualifizierten Leiharbeiter.

In den einzelnen Segmenten waren die Wachstumsraten 2016 recht unterschiedlich, jedoch überall positiv. Vor allem Arbeitnehmer mit Berufen aus den Sektoren Gesundheit, Bau sowie Metall/Elektro wurden vermehrt überlassen. Das stärkste wertmäßige Wachstum war in der Berufsgruppe Gesundheit mit einem Plus von 12,1% zu beobachten, danach folgen im Wachstumsranking das Bauwesen mit +4,7% und Metall/Elektro mit +4,5%. Die wichtigsten Kundensegmente sind nach wie vor Metall/Elektro und Verkehr/Logistik. Zusammen machen diese Segmente über die Hälfte aller Umsätze der Branche aus. Treiber für das Wachstum waren insbesondere Personen mit abgeschlossener Ausbildung. So wurden 6,6% mehr mit Leiharbeitern mit akademischen Abschluss umgesetzt, womit sich dieses Segment, wie auch schon in den vergangenen Jahren geschäftlich besser entwickelt hat, als das Segment der niedrigqualifizierten Leiharbeiter.

Während 2017 die Umsätze der Anbieter von Leiharbeit wieder stärker wachsen als die Anzahl der Beschäftigten, war der Sachverhalt 2016 trotz guter Auftragslage umgekehrt. „Die Situation 2016 weist auf eine besonders harte Konkurrenzsituation hin, was auch die große Anzahl neuer Player am Markt zeigt“, erklärt Tobias Stickelberger, Autor der Studie. Insgesamt existierten 2016 in Deutschland 51.668 Betriebe mit der Berechtigung zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung, was eine Steigerung von 3,7% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die Gesamtzahl relativiert sich jedoch einerseits dadurch, dass nur ein Fünftel der Betriebe die Arbeitnehmerüberlassung als Schwerpunkt und Kerngeschäft betreibt. Weiters verfügen nur ca. 1.300 Betriebe über mehr als 150 Leiharbeiter. Über drei Viertel der Betriebe fällt in die Kategorie 1 -9 Leiharbeiter. Seit der Übernahme von 7S durch Manpower im Jahre 2015 gab es keine Großfusionen mehr, was auch zur Folge hat, dass die Marktkonzentration leicht abnahm. So haben die Top-20-Unternehmen letztes Jahr rund 0,4% des Marktes preisgeben müssen.

2017-11-20 14:53:27

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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