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Wo gebaut wird, wird verputzt


Der Putz- und Mörtelmarkt zeigt insgesamt eine stabile Entwicklung. Die Länder Frankreich (+1,8%), Deutschland (+2,2%) und Niederlande (+1,3%) verzeichneten 2017 ein moderates Wachstum. Polen konnte von den fünf untersuchten Märkten das größte Wachstum vorweisen (+8,7% in Menge). Alle untersuchten Märkte außer Italien durften sich 2017 über ein Wachstum erfreuen und auch die Aussichten für die Branche bleiben erfreulich, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Polen wächst am schnellsten

Polen ist der Markt mit dem stärksten Wachstum aller untersuchten Länder. Im Vorjahr stieg der Absatz der Putz- und Mörtelbranche um 8,7%. Im Vergleich zu anderen Märkten hat die Branche in Polen einen sehr hohen Anteil im Neubausegment (83,2%), der weiterhin Anteile gegenüber dem Renovierungssektor hinzugewinnt. Vor allem der Bau von Büro- und Geschäftsgebäuden forciert das Wachstum der Branche in Polen. Fast die Hälfte des Marktes (47,4%) wird vom Mörtel abgedeckt. Pastöse Putze kommen auf 31,2% und mineralische Putze decken 21,4% des Marktes ab

Frankreich im Erholstatus

Der französische Markt für Putz- und Mörtel wird angestachelt von einer erholten Bauindustrie. Trotz der Tatsache, dass der französische Markt sehr hochpreisig ist – vor allem verglichen mit ihrem Nachbarn Deutschland – wird der Markt auch in den nächsten Jahren durchschnittlich um 2,6% pro Jahr bis 2021 ansteigen. Im Gegensatz zu Polen, wird der französische Markt vor allem durch den Renovierungssektor (66,5%) getrieben. Der Gesamtmarkt von 1,1 Mrd. Euro wird vor allem vom Mörtel dominiert (Anteil: 59,4%). Pastöse Putze kommen auf 25,4% und mineralische Putze auf 15,2%.

In Italien droht Gefahr von Trockenverputz

Der italienische Markt hat einen Marktwert von 323,1 Mio. Euro. Die Branche kämpft mit niedriger Nachfrage aufgrund der Krise in der Bauwirtschaft und verstärkter Substitution durch Trockenwände, was dazu führt, dass der Markt 2017 um 4,6% nachgegeben hat. Aufgrund des Aufstiegs der Trockenwände geht Interconnection von einem weiteren Sinken des Marktes bis 2021 aus. Der Renovierungssektor ist mit 64,1% das dominierende Segment. Die pastösen Putze haben einen Marktanteil von 41,9% und sind somit das stärkste Segment. Danach folgen Mörtel mit 33,1% und die mineralische Putze mit 25,0%.

In Deutschland hilft der Wohnbau

In Deutschland stieg der Markt im Vorjahr um 2,2%. Der Markt wird vor allem durch den Neubau angetrieben, der 69,7% des Gesamtmarktes in Anspruch nimmt. Der Wohnbau nimmt dabei mit 86,9% eine dominante Stellung ein. Ein genauerer Blick auf den Markt zeigt, dass es keine dominante Produktgruppe gibt. Mineralische Putze kommen auf einen Anteil von 39,4% gefolgt von Mörtel (35,2%) und pastösen Putze (25,4%). Nimmt man jedoch den Wert als Ausgangspunkt, so sind es die pastösen Putze mit einem Marktanteil von 59,3%, die den größten Teil ausmachen.

Moderate Niederlande

Die Niederlande werden auch in den kommenden Jahren ihr moderates Wachstum beibehalten. Das gesamte Marktvolumen wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,5% pro Jahr 2021 1,5 Millionen Tonnen betragen. Der Putz- und Mörtelmarkt wird vor allem durch den Neubau vorangetrieben mit einem Anteil von 66,6%. Mörtel ist die klare Nummer Eins am niederländischen Markt mit einem Anteil von 66,6%. Danach kommen mineralische Putze 22,6% und pastöse Putze mit 10,8%

2018-05-15 15:13:26

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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