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Vielversprechende Zukunft für landwirtschaftliche Maschinen


Der europäische Markt für landwirtschaftliche Maschinen weist stabiles Wachstum aus. Durch die gute Konjunkturlage konnte der Absatz landwirtschaftlicher Maschinen in den Top-Märkten (Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Großbritannien) seine Absätze insgesamt im vergangenen Jahr um 1,4% erhöhen. In diesem Jahr wird das Wachstum weiter zulegen und bereits 2,4% in Menge betragen, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Insgesamt stieg das Marktvolumen in den sieben Märkten auf über 6,2 Mrd. Euro. Das Marktumfeld für landwirtschaftliche Maschinen wird von der Studie als „stark“ beschrieben. Effizientere Maschinen, die die Skaleneffekte größerer Bewirtschaftungsfelder nutzen können und dazu staatliche Fördermaßnahmen in allen Teilen Europas machen die Branche der Landwirtschaftsmaschinen zu einem vielversprechenden Investment.

Deutschland ist High-Tec-Zentrale Europas

Das höchste Wachstum wird für dieses Jahr von den befragten Experten in Deutschland erwartet. Dort rechnet man mit einem Anstieg des Marktes um 6,5%. Durch den Vorsprung in der Technologie können die deutschen Produzenten auch von der gesteigerten Nachfrage bei hochwertigen Maschinen für intensive Landwirtschaft profitieren, erklärt Jan Hudak, Autor der Studie. Hinter Deutschland folgen Großbritannien und Polen mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 4,7%. Großbritannien profitiert wie Deutschland von gesteigerter intensiven Landwirtschaft, Polen wiederum erholt sich von einem Rückgang im letzten Jahr von -1,7% und profitiert von steuerlichen Anreizen beim Austausch der alten in neue Maschinen. In Polen haben die landwirtschaftlichen Betriebe vor allem mit den niedrigen Erntepreisen zu kämpfen. Hinzu kommt, dass die Regierung und die EU viel Geld in die urbane Entwicklung stecken. Weiters hat Polen damit zu kämpfen, dass es kaum Produzenten hochtechnisierter Maschinen gibt, die dementsprechend importiert werden müssen.

Italiens Landwirtschaft am absteigenden Ast

Das schwächste Wachstum wird für Italien prognostiziert (+0,8%) was auch das geringe Einkommen der italienischen Bauern widerspiegelt. Der Markt für landwirtschaftliche Maschinen in Italien hat auch damit zu kämpfen, dass das Ackerland immer stärker zurückgedrängt wird, was auch Skaleneffekte verringert. „60% der Bauern in Italien verdienen nicht genug um davon leben zu können“, erklärt Hudak das Dilemma. Anders als in Italien werden 70% der gesamten Fläche der Niederlande für die Landwirtschaft genutzt. Die Niederlande ist damit einer der größten Exporteure landwirtschaftlicher Produkte im Verhältnis zu seiner Größe. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass der Markt für landwirtschaftliche Maschinen auch in den nächsten Jahren mit einer Rate von 3,9% ansteigen wird.

Spanien leidet unter Klimawandel

Der französische Markt steigt in den nächsten Jahren um durchschnittlich 4%. Dabei sind es vor allem Steuererleichterungen, die die Nachfrage erhöhen. Insgesamt hat Frankreich mit einem Anteil von 21,5% den größten Anteil an verkauften landwirtschaftlichen Maschinen. In Spanien macht vor allem der Klimawandel und die damit einhergehende Dürre, der Landwirtschaft sehr zu schaffen. Durch eine Reihe von Vergünstigungen bietet jedoch der Staat Förderungen, die optimistisch in die Zukunft blicken lassen. Immerhin wird von den Experten eine Wachstumsrate von rund 4% in den nächsten Jahren erwartet.

2018-03-07 15:15:25

Copyright: Interconnection, Honorarfrei zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über die erwähnte Studie und IC Consulting.
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